Mein Weg in ein neues, schlankes und gesundes Leben.
Da bin ich also wieder, seit genau 3 Stunden bin ich endlich wieder zu Hause. Und das nach einer ereignisreichen Woche. Wenn ich so überlege, was ich schreiben möchte, um zu beschreiben wie es war, fallen mir soviele Eindrücke und Gefühle ein, dass ich sicher noch einige Mal über das alles schreiben werde.
Ich möchte ja auch noch einen Op-Bericht erstellen. Aber das mache ich nicht mehr heute. Ich fühle mich aber erstaunlich gut. Meine Schmerzen sind erträglich und ich bin gar nicht so müde, wie ich erwartet habe. Auch mein Kreislauf macht gut mit, dafür hab ich die letzten Tage ja auch schon einiges getan. Aber mal der Reihe nach.
Ich bin also operiert und damit stolze Eigentümerin von Karl Otto. Ja von Karl Otto, meinem Magenbypass. Die OP lief super, und danach hat er bisher keine Mucken gemacht. Alles dicht und wie es sein sollte. Das war natürlich das wichtigste und wir waren alle zusammen sehr glücklich, als wir die Bestätigung bekamen.
Leider hatte ich aber das gemeine Pech, dass sich ein großer Bluterguß an meiner größten Naht gebildet hatte, und der hat mir wirklich böse Schmerzen bereitet. Darum war auch anfangs nicht klar, ob mit dem Bypass alles okay ist. Die Schmerzen kamen nämlich genau aus dem Bereich, wo auch der Bypass ungefähr liegt. Also wurde schon 2 Tage nach OP das Schluckröntgen gemacht und auch ein Ultraschall wurde gemacht. Schließlich war zumindest klar, dass mit Karl Otto alles ok ist und dass es eben ein Hämaton (Bluterguß) ist.
Selbst mein Doc meinte später, er hätte sich doch Sorgen gemacht. Also allgemeine Erleichterung, was meine Schmerzen aber leider nicht gelindert hat. Man, das waren Schmerzen. Richtig gemein, am linken Bauch mittig. Ich konnte mich kaum bewegen, nur auf dem Rücken liegen. Ich möchte wirklich nicht jammern, ich war natürlich heilfroh, dass mit Karl Otto alles gut war, aber solche Schmerzen hatte ich noch nie.
Die Mobilisation war daher natürlich schwierig, aber ich hab die Zähne so gut ich konnte zusammen gebissen und bin trotzdem aufgestanden. Dagegen kann man nämlich leider nicht viel tun, außer Schmerzmittel. Wie sagte mein Doc, das muss ich aussitzen.
7 Tage nach der OP sollte ich dann nach Hause gehen und ich hab wirklich gezweifelt, wie das werden soll, weil es nicht wirklich besser wurde. Pünktlich einen Tag vorher wurde ich morgens wach und konnte es kaum glauben, die Schmerzen waren erträglich und ich konnte mich viel besser bewegen. meine Laune war super. Die Schmerzen hatten mich echt mürbe gemacht, ich hab echt mit mir gehadert. Sie waren ja keine Bypass-OP-typischen Schmerzen, damit war ja alles in Ordnung. Es ist also nichts, wovor jemand Angst haben muss, der auch diese OPs möchte. Es ist eben etwas, was bei jeder OP passieren kann.
Jetzt bin ich hier zu Hause und einfach nur froh. Froh, dass ich wieder bei meinen Lieben bin und froh, dass ich das hinter mir habe. Mein neues Leben hat wirklich begonnen. Und es liegt noch einiges vor mir, schönes und weniger schönes.
Mit der neuen Ernährung komme ich gut zurecht, bin zur Zeit noch in der 2. Phase, sprich Suppen und Joghurt. Ich esse morgens einen halben Naturjoghurt und mittags und abends eine Cremesuppe (Spargel, Tomate, Kartoffel, Champignon etc.). Nur mit dem trinken hab ich noch meine Probleme, was daran liegt, dass ich mich einfach immer satt fühle, und das gilt auch für mein Durstgefühl. Ich muss mind. 1,5 Liter trinken, nicht ganz einfach.
Aber ich schaff das schon, trinke einfach viel Tee und eben Wasser. Und auch das wird sicher mit der Zeit besser.
So, erstmal genug für heute, bald wird es einen detaillerten OP-Bericht geben.